Combat Medic

Verwendete Mod

Für die medizinische Simulation nutzt die 101st Airborne Division (https://airborne-division.de/airborne) die Modification „ACE3“ (Advanced Combat Environment 3 von https://ace3mod.com/ ) und dort im speziellen die Medic Module im “Advanced” Modus.

Funktionsweise

Das ACE3 gibt euch (den Spielern) die Möglichkeit, Verletzungen detailliert anzeigen zu lassen und diese auch zu behandeln. Aktiviert wird das Medic System entweder direkt über die Tastenkombination “H” (eher relevant für Medics) oder über das „(Self) Interaction Menü“ von ACE3.

Tastenbelegung

Im Spiel kann per „ESC“ das Arma-Menu aufgerufen werden. Die Konfiguration von „ACE3“ kann oben links angeklickt werden. Nach Anklicken von „ACE3 konfigurieren“ erscheint in der Mitte des Screen ein Fenster. Unter dem Fenster ist ein Button “Addons konfigurieren”. Dort kann nun die Tastenkombination geändert werden.

User Interface

Ansicht des Menüs

Inhalt

Examine & Treatment
Von links nach rechts haben die Symbole folgende Bedeutung:
  1. Bisherige Behandlungsschritte anzeigen
  2. Puls messen (60-80 Schläge / Minute)
    Blutdruck messen (normal ist 120/80)
    Reaktion prüfen
  3. Bandagen anlegen
  4. Morphine verabreichen (gegen Schmerzen, Puls verringern)
    Adenosine verabreichen(Pulsschlag verringern)
    Epinephrine verabreichen (Puls erhöhen)
    Fentanyl verabreichen
  5. Intravenös Flüssigkeiten verabreichen
    Wunden nähen
    Herzmassage
  6. Patienten tragen
    Patienten ziehen
    Patienten verladen
  7. Umschaltung Eigen-/Fremdbehandlung
Status

Im mittleren Bereich werden die Verletzungen an den jeweiligen Körperbereichen angezeigt. Per Klick auf einen Körperteil erscheinen unter „Overview“ die Verletzungen im Detail: weiße Körperteile sind gesund, lila Körperteile sind verbunden, rote Körperteile sind verletzt und bluten.

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Overview

Hier sind die Verletzungen des aktiven Körperteils im Detail aufgelistet.

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Activity Log

Im Activity Log erscheinen alle durchgeführten Maßnahmen chronologisch. Diese Anzeige ist spielerübergreifend. Hier sieht man also auch die Aktionen der anderen Medics, die gleichzeitig am selben Patienten arbeiten.

Quick View

Im Quick View werden die Ergebnisse aus dem 2. Icon (Puls-/Blutdruckmessung) spielerübergreifend (Jeder sieht die Ergebnisse) angezeigt. Nur Medics können den Detailwerte sehen (z.B. Blutdruck 120/70 usw.) Normale Soldaten sehen nur low/normal/high.

Verletzungsbilder

Bluten

Man blutet, wenn in der eigenen Sicht eine rot pulsierende Umrandung sichtbar ist. Je schneller die Umrandung pulsiert, desto schlimmer ist der Blutverlust. Ein weiterer Indikator sind Blutspuren auf dem Boden Blutungen werden gestillt, indem Wunden mit Verbänden behandelt werden. Solange offene Wunden vorhanden sind, verliert der Verletzte Blut. Der Blutverlust wird in der „Overview“ Ansicht mit „Bleeding“ angezeigt. Der Verletzte blutet solange, bis alle Wunden verschlossen sind. Wunden können durch einen Medic erst komplett geheilt (genäht) werden  wenn alle Wunden versorgt sind. Verliert ein Soldat zuviel Blut, wird er ohnmächtig.

Schmerz

Man hat Schmerzen, wenn in der eigenen Sicht eine weiß pulsierende Umrandung sichtbar ist. Je schneller die Umrandung pulsiert, desto schlimmer sind die Schmerzen. Schmerzen können mit Schmerzmitteln behandelt werden. Hat ein Soldat zu starke Schmerzen, wird er ohnmächtig.

Puls

Wenn man ein „Pochen“ hört, ist der Puls entweder zu niedrig (langsames Pochen) oder zu hoch (schnelles Pochen). Vor einer Behandlung sind unbedingt mindestens 30 Sekunden abzuwarten, ob sich der Puls nicht selbständig wieder bessert! Auch körperliche Anstrengung beeinflusst den Puls (rennen, schweres Gepäck, usw.) Zu hoher Puls kann durch den Medic mit Adenosine oder Morphium behandelt werden. Zu niedriger Puls kann mit Epinephrine behandelt werden. Wichtig ist, dass im Allgemeinen nur der Medic Medikamente verabreichen darf.

Blutdruck

Während einer offenen Verletzung verliert ein Verwundeter Blut. Je nach Schwere der Verletzung langsamer oder schneller. Indikator ist die Blinkgeschwindigkeit des roten Randes im Sichtfeld. Fällt der Blutdruck unter einen bestimmten Wert (siehe Ohnmacht), wird der verletzte ohnmächtig. Der Blutdruck kann über das Legen einer Infusion (Saline IV) erhöht werden. Es ist möglich, mehrere Infusionen gleichzeitig zu legen, sollte ein schwere oder kritischer Bluytverlust vorliegen. Infusionen gwerden grundsätzlich an den Armen gelegt. Wichtig ist es, vorher alle Tourniquettes zu entfernen bzw. alle Wunden zu versorgen, um die Wirkung der Infusion zu sichern. Wenn alle Wunden verbunden sind, verliert der Verletzte kein Blut mehr.

Verletzungen

Es gibt aktuell drei Arten von Verletzungen

  • Kleine Wunden (und partiell verbundene kleine Wunden)
  • Mittlere Wunden (und partiell verbundene mittlere Wunden)
  • Große Wunden (und partiell verbundene große Wunden)

an sechs Körperteilen

  • Kopf
  • Körper
  • Linker Arm
  • Rechter Arm
  • Linkes Bein
  • Rechtes Bein

und drei globale Zustände

  • Schmerzen
  • Blutungen
  • Großer Blutverlust
Ohnmacht

Ein Verwundeter wird ohnmächtig, wenn er

  • einen Puls von weniger als 20 Schläge pro Minute hat,
  • einen Blutverlust von mehr als 35% erlitten hat,
  • seine Schmerzen einen Grad von 48% überschreiten,
  • zu wenig getrunken hat und seine Durstanzeige auf rot umspringt.

Bei einem Ohnmächtigen müssen die obigen Punkte geprüft und behandelt werden. Sofern sich alle Punkte im grünen Bereich befinden, kann es sein, dass der Patient aus seiner Ohnmacht erwacht. Das Erwachen kann unter bestimmten Umständen vom Medic forciert werden.

Materialien

Bandagen
  • Quikclot Wird benutzt, um Blutungen zu stoppen und kleine Wunden zu heilen. Quikclots bestehen unter anderem aus Granulat und sind dafür gedacht, Wunden durch Verdickung des Granulates zu verstopfen, damit kein Blut mehr ausdringen kann.
  • Field Dressing Diese Bandagen eignen sich, um eine mittlere oder zwei kleine Wunden zu verbinden.
  • Elastic Bandage Verringert die Wahrscheinlichkeit dass eine behandelte Wunde sich wieder öffnet. Diese Bandage schließt eine mittlere Wunde.
  • Packing Bandage
    Diese Bandagen eignen sich, um eine große oder zwei mittlere oder zwei kleine Wunden zu verbinden.
Werden Verletzungen nur verbunden und nicht vom Medic genäht, dann öffnen sich die Verbände nach einer Weile wieder und müssen neu verbunden werden. Packing bandage
Guter Wundverschluss, der sich allerdings nach kurzer Zeit wieder öffnet und damit erneut verbunden werden muss.
Elastic bandage
Guter Wundverschluss, der sich allerdings nach kurzer Zeit wieder öffnet und damit erneut verbunden werden muss. Bessere allgemeine Wundverschlusswirkung als bei Packing Bandages, wenn auch mit geringem Vorteil.
Quikclot
bietet einen guten Wundverschluss, der längere Zeit hält, sollte also angewandt werden, wenn kein Medic zum Vernähen der Wunde verfügbar ist.
Medikamente
  • Morphine Auto Injector
    Mit Morphine können die Schmerzen eines Verwundeten gelindert werden. Die Wirkung tritt erst nach einigen Sekunden ein. Das Mittel verbleibt sehr lange im Körper. Eine Überdosis (2 Morphine Injektionen hintereinander) ist tödlich! Nur Medics dürfen Morphine verabreichen!
  • Adenosine Auto Injector
    Adenosine senkt den Puls, hat aber darüber hinaus keine weiteren Effekte.
  • Epinephrine Auto Injector
    Epinephrine ist ein künstlich hergestelltes Adrenalin. Eine Injektion bewirkt, dass sich der Puls des Patienten um 30-50 Schläge erhöht. Nach einer Wiederbelebung kann das hilfreich sein. Eine Injektion hat eine Wirkdauer von ca. 30 Sekunden.
  • Fentanyl
    Fentanyl ist ein sehr starkes Schmerzmittel, sehr viel stärker als Morphine, die Wirkdauer ist allerdings mit 10 min eher kurz.
Flüssigkeiten
  • Saline IV
    Ersetzt Blut bei Blutverlust im Feld. Es gibt 3 verschiedene Beutel, 250ml, 500ml und 1000 ml, die entsprechend des Bedarfes auch parallel dem Verletzten gegeben werden können.
    Hilft auch, nachdem ein Soldat wegen Durst ohnmächtig wurde.
Tools
  • Tourniquet (CAT)
    Verlangsamt Blutverlust bei offenen Wunden die nicht behandelt worden sind.
    (Trägt man ein CAT länger als 5 Minuten verschlimmert es den Schaden am Körperteil und verursacht Schmerzen)
  • Splint
    Mit einem Splint können gebrochene Gliedmassen geschient und damit geheilt werden. Eventuell vorhandene andere Wunden am gleichen Körperteil werden damit nicht geheiilt.
  • Nähzeug
    Mit Nadel und Faden können bereits versorgte (verbundene) Wunden
    geschlossen werden. Diese Wunden werden damit komplett geschlossen und sind dann geheilt. Pro Nähvorgang werden 2 verbundene Wunden geheilt. Ein Medic kann sich nicht selber nähen.

Empfohlene Ausrüstung

Squad Medic
  • 60 x Bandage (Basic)
  • 60 x Package Bandage
  • 60 x Bandage (Elastic)
  • 20 x Quikclot
  • 5 x Morphium
  • 10 x Epinephrine
  • 10 x Schmerztabletten
  • 8 x Saline IV 1000 ml
  • 8 x Saline IV 500 ml
  • 6 x Tourniquet
  • 15 x Splint
  • 1 x Nähzeug
  • 5 x Personal Aid Kit
Soldat
  • 10 x Bandage (Basic)
  • 10 x bandage (Elastic)
  • 2 x Saline IV 500 ml
  • 2 x Tourniquet

Nutzung im Feld

Vorgehen Eigen- und Fremdversorgung

Erster Schritt:
Verletzungen analysieren (wie viele Wunden gibt es, wie schwer sind diese Wunden,
an welchen Körperstellen)

Zweiter Schritt:
Bei vielen Verletzungen die Extremitäten (Beine, Arme) mit Tourniquets abbinden,
um den Blutverlust zu minimieren und eine Ohnmacht zu verhindern.
ACHTUNG: Tourniquets maximal 5 Minuten angelegt lassen, da ansonsten weitere
Verletzungen an den Extremitäten entstehen

Dritter Schritt:
Puls und Blutdruck prüfen

Vierter Schritt:
Verletzungen am Körper und Kopf

Fünfter Schritt:
Verletzungen an den Armen und Beinen verbinden und jeweils nach dem
Fertigstellen einer Gliedmaße den Tourniquet entfernen

Sechster Schritt:
Falls nötig Saline IV legen (mindestens 1 Liter wenn starker Blutverlust angezeigt wird)
Falls nötig Epinephrine geben, um den Puls kurzzeitig zu erhöhen und zu stabilisieren

Siebter Schritt:
Wunden des Verletzen mit Nähzeug versorgen. Wichtig: nur ein Medic kann Verletzungen nähen, 

Besonderheiten für Medics

Nur Medics können Verwundete mit Nähzeug versorgen und damit Wunden final verschliessen.

Vorgehen bei Wiederbelebung

Herzdruckmassage/Wiederbeleben durch Soldaten (z.B. den Medic)

  • Am besten zu zweit (1 Soldat Herzdruckmassage, der andere Puls und Blutdruckkontrolle und Überwachung der Wunden)
  • Alle Wunden müssen verbunden sein!!
  • Salzlösung gegen Blutverlust: Wenn Meldung “Lost a lot of blood” dann hat der Verletzte weniger als 90% Blut. Dann mindesten 1 Liter Salzlösung geben.
    Solange, bis Meldung weg ist (ACHTUNG: es dauert pro 250ml Flüssigkeit ca. 1 Minute!!)
  • Puls messen -> Herzdruckmassage -> Puls messen -> Herzdruckmassage -> bis Pulsschlag wiederhergestellt ist. Bitte beachten, dass während der Herzdruckmassage ein künstlicher Puls um die 30 Schläge pro Minute erzeugt wird.
  • Epinephrine hilft erst, wenn Puls wieder da!!!
  • Epinephrine steigert den Puls um 30-50 Schläge, wirkt nur 30 Sekunden!
  • Puls muß über 60 (aber unter 95) liegen, Blutdruck über 110/70
  • Wenn Puls und Blutdruck wieder da ist das keine Garantie, dass der Kamerad
    wieder aufsteht. Das ist aber nicht ACE3 sondern ArmA-Abhängig
  • Wacht der Kamerad nicht auf, kann nur noch ein Medic helfen