Kampagne
Paradise Thunder

Pulau ist der Name einer kleinen Inselgruppe im Südpazifischen Ozean, die sowohl geografisch als auch politisch zur Republik Tanoatu, offiziell Ripablik Bulong Tanoatu, gehört.

Historisches

Bis zur Gründung der Republik Tanoatu am 1. Dezember 1988 gehörte Pulau zum Kondominium Generalsinseln, das zunächst gemeinsam von Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich verwaltet wurde, nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch als UN-Treuhandgebiet der Kontrolle der USA unterstellt wurde. Bis heute ist Tanoatu sowohl mit den ehemaligen Kolonialherren als auch mit den USA assoziiert und unterhält starke politische, wirtschaftliche und militärische Beziehungen mit diesen Ländern.

Wirtschaft

Wirtschaftlich gesehen ist Pulau das Fliegengewicht der Republik Tanoatu. Die einzigen Industriezweige, die ein paar Devisen in die Staatskasse spülen, sind die Fischerei und der (illegale, aber bisher weitgehend geduldete) Handel mit Tropenhölzern. Anders als im Rest der Republik sind Tourismus und Landwirtschaft mittlerweile völlig zusammengebrochen. Das liegt vor allem an den kriminellen Aktivitäten des Komodo-Syndikats, das Pulau zunehmend für sich beansprucht.

Das Komodo-Syndikat

Bekanntheit erlangte das Komodo-Syndikat vor circa 15 Jahren, als ihm innerhalb einiger Jahre mehrere Angriffe auf internationale Frachtschiffe in der Javasee glückten. Bei den allermeisten dieser Überfälle wurden Geiseln genommen. Einige wurden gerettet, manche wurden vom Syndikat nach Zahlung von Lösegeld freigelassen – viele wurden kurzerhand erschossen oder ertränkt. Die jeweilige Fracht wurde bis auf wenige Ausnahmen auf dem Schwarzmarkt zu Geld gemacht. Schätzungen zufolge erzielte das Komodo-Syndikat damals alleine durch den Verkauf der erbeuteten Fracht pro Jahr einen Profit von circa 15 bis 20 Millionen Euro.

Die Situation auf Pulau

Seit einigen Jahren versucht das Komodo-Syndikat nun, sich auch außerhalb der Piraterie im südostasiatischen Raum zu behaupten. Das Mittel der Wahl: der Drogenhandel, genauer gesagt, der Anbau von Poaceae Coca, einer schnell wachsenden, genetisch modifizierten Süßgräserart, die aufgrund ihres hohen Alkaloid-Anteils für die Herstellung der Droge Pokain verwendet wird.

Hierbei ging das Komodo-Syndikat zunächst sehr zurückhaltend vor: Strohmänner des Syndikats kauften auf Pulau im großen Stil Land auf und stellten die landwirtschaftliche Produktion nach und nach auf Poaceae Coca um. Vermutliches Ziel war, die komplette Insel aufzukaufen und ganz der Pokain-Produktion zu verschreiben. Keine schlechte Idee, denn die Inseln sind nur spärlich besiedelt und ausreichend weit von der Hauptinsel Tanoa entfernt, um schnell ungestört Tatsachen schaffen zu können.

Allerdings gab es auch Insulaner, die sich gegen das Syndikat zur Wehr setzten – jedoch ohne dauerhaften Erfolg: Nach einer kurzen Phase der Verhandlungen wurden alle kritischen Stimmen plötzlich mundtot gemacht (wenn sie Glück hatten) oder tatsächlich getötet (mit Methoden, die jedes mexikanische Drogenkartell gerne selbst erfunden hätte). Diese Morde legten den Grundstein für die eigentliche Schreckensherrschaft des Syndikats auf Pulau, die bis heute anhält. Vermutlich vollzog sich genau zu diesem Zeitpunkt ein „Wechsel“ in der Führungsebene, und eine jüngere, aggressivere Generation innerhalb des Komodo-Syndikats übernahm das Ruder.

Die Lösung

Bisher sind diese jungen Radikalen sehr erfolgreich: Mittlerweile überschwemmt das Pokain aus Pulau nicht nur ganz Ozeanien, sondern erobert auch Australien und die Touristenzentren Südostasiens. Ob Rupiah, Baht, Dollar, Peso oder Dong – der Rubel rollt. Abgesehen von ein paar Nadelstichen kann die Regierung in Georgetown alldem nur tatenlos zusehen: Sowohl die ohnehin sehr kleine Gendarmerie Pulaus als auch die paramilitärischen Sicherheitskräfte, die auf den Inseln mehrere kleine Stützpunkte unterhalten, scheinen mittlerweile auf der Lohnliste des Komodo-Syndikats zu stehen. Damit liegt alle Autorität und Gewalt auf Pulau komplett in den Händen des Syndikats. Die Regierung in Georgetown spricht inzwischen abwechselnd von einer Rebellenbewegung und von kriminellen Terroristen.

Über ein reguläres Militär verfügt Tanoatu nicht. Allerdings unterhält das Land ein Verteidigungsbündnis mit den USA, in dem sich die Vereinigten Staaten dazu verpflichten, etwaige militärische Aufgaben für Tanoatu zu übernehmen. Nach einem offiziellen Hilfegesuch der Regierung in Georgetown und dessen Prüfung durch den Präsidenten und dessen Generalstab hat das Weiße Haus daher entschieden, dass eine militärische Intervention nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar absolut notwendig sei, um erstens die staatliche Integrität der Republik Tanoatu zu gewährleisten, und zweitens die Internationale Gemeinschaft vor den kriminellen Machenschaften des Komodo-Syndikats zu schützen. Unter Umständen könnte hierfür auch eine dauerhafte militärische Präsenz in der Republik Tanoatu nötig sein. Angesichts der sich allgemein zuspitzenden Lage im Pazifikraum wäre dies aber ohnehin wünschenswert.

Zur Durchführung der Kampagne Paradise Thunder hat der Generalstab eine Joint Strike Force, bestehend aus den Marinefliegern der Navy, einem Deep Reconnaissance Platoon der Marines, Bodenstreitkräften der 101st Airborne und beratenden Elementen der Geheimdienste, zusammengestellt, die ganz zweifellos in der Lage ist, die Situation auf Pulau zu einem mehr als zufriedenstellenden Ende zu führen.

Willkommen auf Pulau!